Barmer Viertel - Teilabriss beginnt
Initiative Barmer Viertel
Deutz-Mülheimer Str. 31
50679 Köln
barmerviertel@ina-koeln.org
AnsprechpartnerInnen
Christa Schliebs 0221/2831285
Rainer Kippe 0160/97949220
Sabine Schölermann 0171/17 23 008
Reinhard Röder 0178/7763319
Köln, den 18.04.06
Presseinformation
Teilabriss des Barmer Viertels beginnt
Kompromiss: Erhalt des Barmer Blocks
Am Mittwoch wird der Erbbauverein beginnen, das Haus Barmer Str.26
abbrechen zu lassen. Dieses Wohngebäude aus den 60er Jahren, welches
nicht besetzt war, steht dem Neubau des Messe-Eingangs Süd im Wege.
Obwohl hier wertvoller Wohnraum vernichtet wird, kann die Initiative
Barmer Viertel diese Maßnahme nachvollziehen, macht sie doch den Weg
frei für die Erhaltung des benachbarten historischen Barmer Blocks, der
seit nunmehr 6 Wochen besetzt ist.
Wir sehen hierin einen ersten Schritt zur Verwirklichung des
Kompromisses, den die Initiative seit vielen Wochen öffentlich in
Politik und Presse vertreten hat. Die Politik hat damit die Chance, zu
ihrem ursprünglichen Bebauungsplanentwurf zurückzufinden, in dem der
Erhalt des historischen Barmer Blocks vorgesehen war. Es wird damit eine
Lösung des Konfliktes möglich, bei der für alle Seiten die Vorteile die
Nachteile überwiegen (sog. "win-win-Lösung"):
· Die Messe kann ihren Südeingang bauen, der für ihre Entwicklung
wichtig ist.
· Die Bahn kann, wenn sie denn will, ihren neuen ICE-Terminal verwirklichen
· Es bleibt Raum für den Bau eines Kongresszentrums
· Der historische Barmer Block mit 260 preiswerten Wohnungen in
Innenstadtlage bleibt erhalten
· das neue Viertel gewinnt ein ansprechendes Entree, welches neue
Investoren anlockt
· Wohnen und Arbeiten werden in Köln wieder einmal beispielhaft verbunden.
· Die Besetzung kann aufgehoben und die Besetzer können, soweit sie es
wünschen, in die Bebauung integriert werden.
· Rot-Grün erhält einen Start, der den hohen sozialen und moralischen
Ansprüchen dieser neuen Verbindung angemessen ist.
· Köln hat sich einmal mehr für den Frieden und den sozialen Ausgleich
entschieden.
Wir finden eine solche Lösung ächt kölsch un ächt joot!
Wir wissen, dass für einen solchen Schritt Mut und Entscheidungskraft
erforderlich sind, und dass zu seiner Verwirklichung so mancher
politische Entscheidungsträger im wahrsten Sinn des Wortes "über seinen
Schatten springen“ muss, weil er politische Entscheidungen aufgeben
muss, die schon festgezurrt scheinen. Auf der anderen Seite haben unsere
Politiker die Chance, mit einer solchen Entscheidung wieder einmal die
Weltoffenheit und Wandlungsfähigkeit der Kölner Lokalpolitik unter
Beweis zu stellen, denn Politikfähigkeit heißt zuförderst Bereitschaft
und Fähigkeit zum Kompromiss. Den jungen Leuten im Barmer Viertel und
den Mitgliedern der Jugendorganisationen der Parteien würde so auf
eindrucksvolle Weise demonstriert, dass Engagement sich lohnt. Damit
hätten unsere Politiker auch ein klares Signal gegen die angeblich
unaufhaltsam wachsende Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit gesetzt.
Die Initiative erklärt ihre Bereitschaft, an einer endgültigen Lösung im
gegenseitigen Interesse mitzuarbeiten und die noch bestehenden Fragen
rasch zu klären.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| 060418 pm_teilabriss.pdf | 112.84 KB |
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Anhang
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